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Mein Buch »Shaftesburys Philosophie« ist erschienen.

Buchumschlag: Shaftesburys Philosophie von Céline Krestel

Shaftesburys Philosophie

Felix Meiner Verlag · Blaue Reihe · 2026

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Einband
Kartoniert
ISBN
978-3-7873-4637-0
Umfang
428 Seiten
Erschienen
2026
Reihe
Blaue Reihe

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Erhältlich auch im Buchhandel.


Klappentext

»Warum gibt es keine Rosen mehr?« Anstatt vor Sehnsucht nach der schon lange verwelkten Blüte der Philosophie zu vergehen, nimmt der elegante Lord Shaftesbury (1671–1713) die Sache selbst in die Hand: »Pfropfe dir andere Meinungen auf, wechsle deinen Trieb aus, veredle dich.« Er legt die gepuderte Allongeperücke ab, eine blaue Toga an und stellt sich in der Hoffnung auf eine Renaissance in das Frühlicht der Aufklärung. So manch einem seiner Zeitgenossen ist der träumende Lord ein Dorn im Auge. Was ist es, wovon die Rose träumt?

Wenn Shaftesburys Philosophie eine Rose ist, schwelgten im achtzehnten Jahrhundert die einen in ihrem Duft, während sich die anderen an ihr blutig stachen. Man nannte ihn einen »vernünftigen Moralisten« und einen »Blitz aus der Hölle«, einen »Freund der Antiken« und einen »verrückten Modernen«. In jedem dieser Urteile liegt Wahrheit, denn Shaftesbury spricht grundsätzlich in vielen Stimmen. Nie steht es ihm im Sinn, uns zu erklären, was er denkt. Er will es uns zeigen. Es ist an der Zeit, die Philosophie Lord Shaftesburys in ihrer Gesamtheit zu betrachten, anstatt, wie es heute oft geschieht, den Blick auf den moral sense zu beschränken. Erst dann werden wir dem Reichtum seiner Philosophie begegnen und sehen: Diese Renaissance-Rose überschreitet scheinbar mühelos die Grenzen der Nationen, Kulturen, Fachbereiche und Zeiten.


Pressestimmen

Dies ist eine breit angelegte Studie mit vielen Hintergrundinformationen […]. Es hilft dabei, die komplexe Persönlichkeit und das nicht gewöhnliche Leben von Shaftesbury und seiner Philosophie zu verstehen und in einen Sinnzusammenhang zu bringen.

— Michael Lausberg, Tabula Rasa Magazin, Zeitung für Gesellschaft und Kultur,

Inhalt des Buches

Siglen und Zitierweise · Einleitung

I. Die Zwiesprache

  1. Das Klarträumen
    • Der aufgeweckte Kopf
    • Die Seetrinker
    • Regsamkeit und Ohnmacht
    • Der Beobachter
    • Die Metaphysik
    • Das Gedachtwerden
    • Wundervolle Mutmaßungen
    • Fragen über Fragen
    • Endloses Zweifeln
    • Das Spiel des Lebens
    • Rastlose Selbstbesinnung
  2. Die Selbstspaltung
    • Der echte Tod
    • Der zweiherzige Mensch
    • Das Grenzspiel
    • Bühnenbewusstsein
    • Die vierte Wand
    • Geteilter Humor
    • Die Weltbühne
    • Das Selbstheilungsgespräch
    • Das Rollenspiel
    • Die Selbstfindung
    • Das Leben eines Earl
    • Sein oder Nichtsein
  3. Der Enthusiasmus
    • Die Gestalt im Hintergrund
    • Das Unbewusste
    • Bart’lemy Fair
    • Übereifer
    • Märtyrer
    • Licht von allen Seiten
    • Das Gelächter von Bedlam
    • Zwei Seelen in einer Brust
    • Das Narrenspiel
    • Das begeisterte Schreiben
    • Die Karambolage

II. Die Zeiten

  1. Der Streit der Alten und der Modernen
    • Mehr als eine Garderobenwahl
    • Die Modernen
    • Die Sprachen
    • Der Kritiker am Hof
    • Der Staub der Zeit
    • Der Bildersturm
    • Die Grand Tour
    • Die Öffentlichkeit
    • Die homerische Revolution
    • Die Kraft des Ausdrucks
    • Das Französische
    • Das Gleichgewicht in Gefahr
    • Der Krieg
    • Die Grenzen
  2. Eine Renaissance im Morgengrauen der Aufklärung
    • Auf der Lichtung
    • Im Wandel
    • Kein Ende
    • Die Wiederkehr des Gleichartigen
    • Die Erde in Bewegung
    • Unser schmutziger Planet
    • Die ersten Umweltschützer
    • Am Abgrund
    • Erdgeschichtliche Einbildungen
    • Das Wechselspiel
    • Die Geisteskraft
    • Der Schock der Moderne
  3. Die unzeitgemäße Rose
    • Die Verwandlung
    • Die Bestimmung
    • Mit Spross und Tinte
    • Die Dichtkunst der Vielfalt
    • Fehlbarkeit
    • Die Bevorzugung
    • Die Erziehung

III. Der Moral Sense

  1. Die Gemütsbewegung
    • Ein Blitz aus der Hölle
    • Der Söldnermensch
    • Das Blut in Wallung
    • Der tautologische Egoismus
    • Das Gespenst des Caesar
    • Die Gemütsbewegung
    • Das Nachsinnen
    • Der garstige Gentleman
    • Moral als Geist
    • Die Zustimmung
    • Die Einfalt des Ajax
    • Herkules am Scheideweg
    • Kein Sentimentalismus
    • Eine sokratische Begriffspolitik
    • Fragen der Übersetzung
  2. Das Matrjoschka-Prinzip
    • Der Weg des Moralisten
    • Die Frage nach dem Maßstab
    • Die Spinne und die Fliege
    • Der Part
    • Beziehungen
    • Die Kreise des Hierokles
    • Grade der Tugend
    • Der Blick von oben
    • Der Gemeinschaftssinn
    • Die Ordnung
    • Die Schönheit auf der Wiese
    • Der sympathische Traum der Stoa
    • Der Vater der Menschheit
    • Der Beobachter in mir
  3. Die Stimmen
    • Mylord Shaftesbury
    • Die Eingeweihten
    • Die Zersetzungskräfte
    • Humorstufe Scharlachrot
    • Der Schild der Athene
    • Das Göttliche im Spiegelbild
    • Der Prediger des Teufels
    • Tugend und Gesellschaft
    • Die Kinder des Lichts
    • Über Menschenfresser
    • Maskenbälle
    • Die Mitnatürlichkeit

Schlussbetrachtung · Anmerkungen · Literaturverzeichnis · Danksagung